Der Weg zurück: Schlucken, Fühlen, Vertrauen

Nach dem Kampf mit dem Trinken begann ein neuer Weg.
Ein Weg, der Geduld brauchte. Zeit. Und ganz viel Gefühl.
Denn es ging nicht mehr nur ums Trinken.
Es ging darum, grundlegende Fähigkeiten überhaupt erst zu lernen:
den Schluckreflex
den Saugreflex
das Kauen
das Wahrnehmen im Mundbereich
Die ersten Schritte – ganz einfach
Am Anfang waren es keine großen Geräte oder komplexe Methoden.
Es waren kleine, einfache Dinge.
Eine Zahnbürste.
Sanfte Berührungen.
Vibrationen.
Wir haben zum Beispiel mit einer ganz einfachen elektrischen Kinderzahnbürste gearbeitet (hier findest du eine ähnliche: [ https://amzn.to/4yYio0T])
Wenn sie diese mochte, halfen ihr die Vibrationen, überhaupt ein Gefühl im Mund zu entwickeln.
Alternativ nutzten wir auch eine Fingerzahnbürste (unsere findest du hier: [ https://amzn.to/4pVtDmE]).
Noch sanfter. Noch näher.
Denn jedes Kind reagiert anders.
Und man lernt, genau hinzusehen.
Stimulation – der ganze Körper hilft mit
Was viele nicht wissen:
Hände und Füße spielen eine riesige Rolle
Durch tägliche Reize über den ganzen Körper konnten wir sie unterstützen:
Massagebälle über Hände und Füße (unsere nutzten wir täglich – hier ähnliche: [ https://amzn.to/4wcuxgb])
sanfte Berührungen über Arme und Beine
Stimulation des gesamten Körpers
Das alles machten wir täglich.
3–4 Mal. Immer wieder.
Nicht perfekt. Aber konsequent.
Der nächste Schritt – gezielte Unterstützung
Mit der Zeit kamen weitere Hilfsmittel dazu.
Ein Kaufschlauch (den wir genutzt haben, findest du hier: [ https://amzn.to/3SfaL5G ]).
Er half ihr, das Kauen überhaupt zu üben.
Später nutzten wir intensivere Unterstützung – wie ein Vibrationsgerät für den Mundbereich (ähnlich diesem hier: [ https://amzn.to/3TUz7Cb],+ [ https://amzn.to/4bvysgH]).
Heute benutze ich es sogar wie eine Zahnbürste und für Übungen.
Unsere Fortschritte
Und was soll ich sagen?
Es hat sich gelohnt.
Heute kann sie:
ihren Schluckreflex einsetzen
aus der Babyflasche trinken
püriertes und weiches Essen essen
langsam ihren Mundschluss verbessern
Und sogar körperliche Veränderungen sind sichtbar geworden.
Dinge, bei denen man uns früher sagte:
„Das wird schwierig.“
Wenn plötzlich große Entscheidungen im Raum stehen
Immer wieder kam ein Thema auf, das uns sehr beschäftigt hat:
PEG
Eine künstlich angelegte Ernährungssonde direkt in den Magen.
Allein der Gedanke daran war schwer auszuhalten.
Wenn man so etwas hört, wird einem anders.
Man fühlt sich klein. Überfordert. Hilflos.
Unsere Entscheidung
Mein Mann und ich waren uns von Anfang an einig:
Wir gehen diesen Weg gemeinsam
Ich bin für unsere Kinder da
Wir geben unserer Tochter alle Möglichkeiten
Wir machen Therapie – aber auch Alltag
Wir lernen spielerisch
Und genau das war unser Weg.
Kein perfekter.
Aber unser Weg.
Und wir sind noch lange nicht am Ende
Wenn ich heute zurückblicke, sehe ich nicht nur den Kampf.
Ich sehe Fortschritte.
Ich sehe Stärke.
Ich sehe Vertrauen.
Und ich weiß:
Wir gehen weiter. Schritt für Schritt.
Denn manchmal sind es genau diese kleinen Schritte,
die am Ende alles verändern.
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